muenchenbuehnen.de Theater in München

16. November - Donnerstag

20:03 BR-KLASSIK - Thema Musik Live
»Volksoper heute«
Staatstheater am Gärtnerplatz

Spielort: Foyer

87 Minuten

BR-Klassik zu Besuch im Gärtnerplatztheater: »Hier hat sich die Idee eines intelligent gemachten musikalischen Unterhaltungstheaters als absolut zukunftsweisend erwiesen. Die langjährige Schließung des Hauses am Gärtnerplatz war dafür der maximale Härtetest. Das Team um Intendant Josef E. Köpplinger hat ihn insgesamt mit Bravour gemeistert, darin sind sich... BR-Klassik zu Besuch im Gärtnerplatztheater: »Hier hat sich die Idee eines intelligent gemachten musikalischen Unterhaltungstheaters als absolut zukunftsweisend erwiesen. Die langjährige Schließung des Hauses am Gärtnerplatz war dafür der maximale Härtetest. Das Team um Intendant Josef E. Köpplinger hat ihn insgesamt mit Bravour gemeistert, darin sind sich Presse und Publikum weitgehend einig. Dass man als Wanderzirkus zwischen einem knappen Dutzend unterschiedlicher Spielstätten wechseln musste, hat sich als paradoxe Chance erwiesen. Anlässlich des Wiedereinzugs ist Zeit für eine Neupositionierung: Was schuldet das Gärtnerplatztheater der Stadtgesellschaft? Und was die Gesellschaft dem Theater? Welches Repertoire macht Sinn, und braucht es einen kleinsten gemeinsamen ästhetischen Nenner – oder muss das genrespezifische Motto sein: Anything goes? Im Gespräch mit Staatsintendant Josef E. Köpplinger und Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager geht ›Thema Musik Live‹ am Ort des Geschehens diesen Fragen nach, musikalisch umrahmt von Musiker*innen des Gärtnerplatztheaters.« BR-Klassik-Redakteur Bernhard Neuhoff Musikalische Beiträge: Lied »Da gehʼ ich zu Maxim« aus »Die lustige Witwe« von Franz Lehár Daniel Prohaska Arie »Ach, so fromm« aus »Martha« von Friedrich von Flotow Lucian Krasznec Vagabundenlied »Gib acht, du Vagabund« aus »Liliom« von Johanna Doderer Matija Meić, Daniel Prohaska »Glitter and Be Gay« aus »Candide« von Leonard Bernstein                   Jennifer OʼLoughlin Die Veranstaltung wird live auf BR-Klassik übertragen. weiter lesen weniger

19. November - Sonntag

11:00 »Willkommen zurück«
Kammerkonzert
Staatstheater am Gärtnerplatz

Spielort: Bühne

Nach fünf Jahren im Münchner Stadtmuseum freuen wir uns, wieder in unser Stammhaus zurückkehren zu dürfen. Im Foyer des frisch renovierten Hauses präsentieren wir Ihnen, wie gewohnt, ein vielfältiges Programm von Bekanntem und Unbekanntem aus dem breiten Kammermusik-Repertoire. Unser erstes Konzert in dieser Spielzeit heißt Sie »Willkommen zurück«... Nach fünf Jahren im Münchner Stadtmuseum freuen wir uns, wieder in unser Stammhaus zurückkehren zu dürfen. Im Foyer des frisch renovierten Hauses präsentieren wir Ihnen, wie gewohnt, ein vielfältiges Programm von Bekanntem und Unbekanntem aus dem breiten Kammermusik-Repertoire. Unser erstes Konzert in dieser Spielzeit heißt Sie »Willkommen zurück« und findet auf der großen Bühne des Hauses statt, wo Staatsintendant Josef E. Köpplinger persönlich die neue Reihe eröffnen wird. Antonín Dvořák Serenade d-Moll op. 44 für 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, Kontrafagott, 3 Hörner, Violoncello und Kontrabass Gustav Mahler »Kindertotenlieder«, arrangiert für Klarinette, Fagott, Posaune, Trompete, Violine, Kontrabass, Schlagzeug und Bariton von Andreas N. Tarkmann Felix Mendelssohn Bartholdy Streichoktett Es-Dur op. 20 Zur Zeit Antonín Dvořáks war die Gattung der Serenade bereits historisch geworden, doch die verklärend rückgewandte Romantik erinnerte sich gerne an die leicht schwebenden Abendmusiken Mozarts und Haydns, die zwischen Kunst- und Unterhaltungsmusik ätherisch-träumerische Klänge in die Nacht sandten. Und eben diese betörenden Klangwelten bewogen den tschechischen Komponisten dazu, sich dieser alten Gattung wieder anzunehmen. Seine Serenade d-Moll op. 44 ist ein Meisterwerk der musikalischen Farbgebung und zeugt von Dvořáks melodischer Unerschöpflichkeit. Das Werk stellt innige und zarte Passagen neben stilisierte Anklänge an die böhmische Dorfmusik und archaisch herbe Töne. Die Anleihen vor allem an Mozarts »Grand Partita« sind nicht zu leugnen, stellen aber weniger eine Kopie als vielmehr eine Hommage an den klassischen Stil dar. Dabei wirkt vor allem das Andante wie ein romantischer Traum von Mozart, während das Finale – ein schmetterndes Volksmusik-Furioso – zu den spektakulärsten Sätzen zählt, die Dvořák je geschrieben hat. Gustav Mahler, ein Grenzkomponist zwischen Spätromantik und Moderne, wandte sich am Ende seines Liedschaffens den romantisch-düsteren Gedichten Friedrich Rückerts zu. Die fünf Kindertotenlieder entstanden in dem verhältnismäßig langen Zeitraum zwischen 1901 und 1904. Die düstere Stimmung der Texte, die den Tod von Kindern zum Thema hat, überführte Mahler in tieftraurige bis unheimliche und schmerzende Klänge. Seiner Ehefrau Alma Mahler missfiel die Auswahl der Gedichte, weshalb sie schrieb: »Ich kann es wohl begreifen, dass man so furchtbare Texte komponiert, wenn man Kinder verloren hat. Schließlich hat auch Friedrich Rückert diese erschütternden Verse nicht fantasiert, sondern nach dem grausamsten Verlust seines Lebens niedergeschrieben. Ich kann es aber nicht verstehen, dass man den Tod von Kindern besingen kann, wenn man sie eine halbe Stunde vorher, heiter und gesund, geherzt und geküsst hat.« Die Wiener Uraufführung am 29. Januar 1905 war zwar ein fulminanter Erfolg für Mahler, doch der Tod seiner Tochter Maria im Jahre 1907 ließ ihn von seinen Kindertotenlieder dauerhaft Abstand nehmen. Nur noch einmal, 1910 in New York, sollte er die Lieder selbst dirigieren. Andreas N. Tarkmann arrangierte die Kindertotenlieder in Anlehnung an die Besetzung von Igor Strawinskys »Geschichte vom Soldaten« und fügte damit der Düsternis des Werks noch eine weitere Eben hinzu. Im Gegensatz zu Mahlers bedrückenden Liedern blüht in Felix Mendelssohn Bartholdys Oktett Es-Dur op. 20 die strahlende Jugend des erst 16-jährigen Komponistengenies. Es wurde 1825 im Zuge der »Sonntagsmusiken« der Mendelssohn-Familie uraufgeführt und gilt als eines der beeindruckendsten Frühwerke der Musikgeschichte. Bald sinfonisch, bald intim erzeugt der junge Komponist vielschichtige Kontraste und erweist sich als überaus fantasievoll in der Gestaltung der Instrumentation. Zwar beruft er sich in der formalen Anlage des Werkes durchaus auf bekannte Traditionen, verleiht ihnen aber immer wieder ein geistreiches und individuelles Profil. Wie typisch für die Romantik, so ließ sich auch Mendelssohn durch ein Stück Literatur inspirieren: Im geisterhaften Scherzo nimmt er Bezug auf die Walpurgisnacht in Goethes »Faust I« und erweist damit auch der Klassik- und Literaturbegeisterung seiner Familie Reverenz.   weiter lesen weniger

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