muenchenbuehnen.de Theater in München
Antigone
24. Juni - Samstag
20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Residenztheater

Sophokles
Hans Neuenfels
Katrin Connan
Michaela Barth
Stefan Bolliger
Sebastian Huber
Antigone: Valery Tscheplanowa
Ismene: Anna Graenzer
Frau aus Theben: Elisabeth Trissenaar
Kreon: Norman Hacker
Wächter: Jörg Lichtenstein
Haimon: Christian Erdt
Teiresias: Michele Cuciuffo
Bote: Thomas Huber

Der Bürgerkrieg, der ein Bruderkrieg war, ist vorüber. Nachdem sich Eteokles und Polyneikes, die Söhne des Ödipus, im Kampf um die Macht gegenseitig erschlagen haben, hat Kreon den Thron besetzt. Das Zwei­deutige der Geschichte ist dem neuen Macht­haber unheimlich. Um sich Geltung zu verschaffen, erlässt er ein Gesetz, demzufolge der eine Bruder bestattet werden soll, der andere nicht. Kreons politisches Schicksal hängt fortan an der Geltung dieses Gesetzes. Antigone fordert diese heraus, in­dem sie den verfemten Bruder zweimal bestattet. Da sie ihren Tod im Namen einer höheren Ordnung von vornherein in Kauf nimmt, sind Kreons Gesetze und Sanktionen machtlos gegen sie. Die Frage da­nach, wann und unter welchen Umständen Gesetze Gültigkeit beanspruchen können, stellt Antigone radikal. Es ist die Frage nach Freiheit und Gebun­denheit. Die Ordnung, die Kreon mit allen Mitteln erhalten wollte, wird Antigones Tod nicht überleben: "Lass keinen neuen Morgen leuchten!", sagt der Herrscher am Ende von Hans Neuenfels‘ Neufassung der Übersetzung von Ernst Buschor. Weil er sich keinen vorstellen kann.

Hans Neuenfels, dessen Arbeitsbiographie seit langem von einer intensiven Beschäftigung mit der griechischen Klassik geprägt ist, kehrt mit dieser Inszenierung nach sechzehn Jahren ans Residenz­theater zurück.

Veranstaltungsort: Residenztheater Max-Joseph-Platz 1 80539 München [ Altstadt/Lehel ] Telefon: +49 89 21851940 E-mail: tickets@residenztheater.de Web: www.residenztheater.de
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