muenchenbuehnen.de Theater in München
Tartuffe
16. November - Donnerstag
20:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Mateja Koleznik
Raimund Orfeo Voigt
Alan Hranitelj
Mitja Vrhovnik-Smrekar
Gerrit Jurda
Matija Ferlin
Andreas Sippel
Götz Leineweber
Madame Pernelle, Orgons Mutter: Ulrike Willenbacher
Orgon, Elmires Ehemann: Oliver Nägele
Elmire, Orgons Ehefrau: Sophie von Kessel
Damis, Orgons Sohn: Christian Erdt
Mariane, Orgons Tochter und Geliebte des Valère: Nora Buzalka
Valère, Marianes Geliebter: Gunther Eckes
Clèante, Orgons Schwager: Bijan Zamani
Tartuffe: Philip Dechamps
Dorine, Marianes Geliebter: Charlotte Schwab
Monsieur Loyal, Gerichtsvollzieher: Arnulf Schumacher
Ein Gesandter des Königs: Paul Wolff-Plottegg

Als ein höchst gefährliches Dokument sahen Klerus und weltliche Macht Molières Stück »Tartuffe«, als es in der Hochzeit des Absolutismus uraufgeführt wurde. Es entlarvt bis heute die zerstörerischen Kräfte, die jeder Doppelmoral innewohnen. Der wohlhabende Pariser Bürger Orgon verfällt Tartuffe. Er nimmt den Habenichts in sein Haus auf und verspricht ihm die Hand seiner Tochter, obwohl diese bereits glücklich verlobt ist. Tartuffe hingegen versucht, Orgons Frau zu verführen. Erst als der Hausherr selbst Zeuge dessen wird, will er den falschen Freund aus dem Haus jagen. Aber Tartuffe ist entschlossen, sich aus seiner Machtlosigkeit zu befreien. Kein Wunder, dass "Tartuffe" in der Zeit König Ludwigs XIV. sein Publikum entsetzte. Schon damals verbargen sich hinter den komödiantischen Masken der Protagonisten Orgon und Tartuffe gänzlich unkomische, makabre, fast widerwärtige Charaktere. Jean Anouilh beschreibt das 1959 in einer Rede treffend: "Molière hat in der Form der Komödie die schwärzesten Theaterstücke der Literatur aller Zeiten geschrieben. [..] Molière hat das Tier Mensch wie ein Insekt aufgespießt und löst mit feiner Pinzette seine Reflexe aus. Und das Insekt Mensch zeigt nur den einen, immer gleichen Reflex, der bei der geringsten Berührung aufzuckt: den des Egoismus." Indem das Böse in einer Komödie sitzt, wird es ärger, als es von der Tragödie dargeboten werden könnte.

Veranstaltungsort:

Residenztheater Max-Joseph-Platz 1 80539 München [ Altstadt/Lehel ] Telefon: +49 89 21851940 E-mail: tickets@residenztheater.de Web: www.residenztheater.de

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