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Die Troerinnen
19. Januar - Freitag
20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Residenztheater

Euripides
Tina Lanik
Stefan Hageneier
Stefan Hageneier
Florian Schaumberger
Poseidon: Joachim Nimtz
Athene: Anna Graenzer
Hekuba: Charlotte Schwab
Talthybios: René Dumont
Kassandra: Meike Droste
Andromache: Hanna Scheibe
Menelaos: Thomas Huber
Helena: Juliane Köhler
Astyanax: Yan Borovyk/Julian Engel
Chor der Troerinnen: Der Münchner Mädchenchor

Troja ist zerstört – wie Sindschar und Aleppo. Die Troerinnen und ihre Königin Hekuba trauern um die Toten und erwarten ihr Schicksal. Die griechischen Sieger feiern und nehmen sich die fremden Frauen: Hekuba soll Odysseus, ihre Tochter Kassandra Agamemnon als Sklavin dienen. Ihre Schwiegertochter Andromache wird mit ihrem Sohn jegliche Hoffnung auf die Zukunft verlieren und Helena, die mit ihrer Liebe zum schönen Paris den Krieg um Troja ausgelöst hat, ihren Ehemann Menelaos wiedersehen. Einen Chor junger Frauen und Mädchen erwartet ein schreckliches Ende.
Als Verfügungsmasse im Krieg auf das nackte Leben zurückgeworfen, werden die Troerinnen in der 415 v. Chr. uraufgeführten Tragödie mit der eigenen Schuld und Verantwortlichkeit konfrontiert. Dabei lässt Euripides die Grenzen zwischen Opfer und Täter, zwischen Besiegten und Siegern verschwimmen. Die Götter verlieren ihre Schutzwirkung und verfluchen die Menschen und ihren selbstzerstörerischen Krieg.
Nach Sartre gibt es "keinen Entschuldigungsgrund", denn "ich unterscheide mich nicht von dieser Zeit, also bin ich dieser Krieg, der die Zeit, die ihm vorangegangen ist, beendet, abgrenzt und verständlich macht." Die Troerinnen, von Männern und Göttern verlassen, ringen um ihre Menschenwürde und um ihre persönliche Schuld als Teil einer Gesellschaft, deren "bessere Hälfte" sie einst gewesen sind.

Veranstaltungsort: Residenztheater Max-Joseph-Platz 1 80539 München [ Altstadt/Lehel ] Telefon: +49 89 21851940 E-mail: tickets@residenztheater.de Web: www.residenztheater.de

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