muenchenbuehnen.de Theater in München
Phädras Nacht
19. Mai - Samstag
19:30 Uhr

Veranstaltungsort:

Martin Kušej
Annette Murschetz
Heidi Hackl
Mitja Vrhovnik-Smrekar
Tobias Löffler
Laura Olivi
Phädra: Bibiana Beglau
Theseus, ihr Mann, ein Afghanistanheimkehrer: Aurel Manthei
Aricia, deren Tochter: Pauline Fusban
Hippolyt, der Pflegesohn, afghanischer Flüchtling: Nils Strunk
Asklepios, Arzt: Thomas Gräßle
Mob 1, Neonazi: Gunther Eckes

Viel zu lange schon hat der Krieg in Afghanistan Phädra den Mann geraubt, so dass Wahn und Verlangen aus ihr ein haltlos süchtiges Wesen gemacht haben. Phädra säuft. Phädra weint um Theseus. Phädra wütet. Hippolyt, den Flüchtling, den Theseus ihr als Boten, als Sohn und geschundene Seele anvertraut, will die liebeskranke Frau erobern, ohne Rücksicht darauf, dass nicht sie es ist, die der geschenkte Sohn begehrt, sondern ihre Tochter Aricia. Doch die Liebe hat keine Chance in dieser verlorenen Welt, in der ein fremdenfeindlicher Mob alles verfolgt, was nicht seinesgleichen ist. So findet Theseus, heimgekehrt aus dem Krieg, zuhause nur das Gleiche vor wie an der Front: Hass, Gewalt und Tod. Der griechische Mythos um eine verschmähte Frau, die aus Rache dafür sorgt, dass ein Unschuldiger ermordet wird, hat Dramatiker von Euripides bis Sarah Kane zu Bearbeitungen inspiriert. Martin Kušej und Albert Ostermaier erzählen in "Phädras Nacht" von der Analogie zweier Gesellschaften: die eine von außen in den Krieg gestürzt, die andere von innen heraus im Kampf gegen alles Äußere. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit gelten nicht mehr, und Hippolyt im Zentrum der Geschehnisse muss am eigenen Leib erfahren, wie brutal die feurige Wut des Mobs in Eiseskälte umschlägt.

Veranstaltungsort:

Residenztheater Max-Joseph-Platz 1 80539 München [ Altstadt/Lehel ] Telefon: +49 89 21851940 E-mail: tickets@residenztheater.de Web: www.residenztheater.de

Impressum - Über diese Seite