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Initiative der Bayerischen Staatsoper: Max-Joseph-Platz – Ein Platz für alle!
Donnerstag 19. März 2015
Der Max-Joseph-Platz ist einer der unattraktivsten Plätze Münchens: Obwohl die Kulisse mit Residenz, Palais an der Oper und Nationaltheater imposant ist, gibt es auf dem Platz kaum urbanes Leben – es herrscht Verkehrschaos. Eine breite Einfahrt zur Tiefgarage und eine fast unbegehbare Pflasterung prägen den Platz: Es gibt keinerlei Möglichkeit zum Verweilen. Studierende der Technischen Universität München (TUM) haben auf Initiative der Bayerischen Staatsoper Vorschläge für eine neue Gestaltung und Bespielung des Platzes erarbeitet. Ab dem 12. März sind Modelle ausgesuchter Entwürfe der Initiative EIN PLATZ FÜR ALLE im Königssaal des Nationaltheaters ausgestellt. Ziel ist es, die öffentliche Diskussion anzuregen und Impulse zu setzen. Gleichzeitig geht eine Petition online, auf der die Münchner Bevölkerung das Projekt mit ihrer Unterschrift unterstützen kann.

Nikolaus Bachler, Intendant der Bayerischen Staatsoper, ist überzeugt, dass eine breite Öffentlichkeit eine Neugestaltung unterstützen wird: „Das Opernhaus des Jahres verschwindet zwar täglich hinter Touristenbussen, dennoch richtet sich EIN PLATZ FÜR ALLE nicht nur an die Opernbegeisterten, sondern an alle Einwohner der Stadt.“ Bachler möchte mit der Initiative Stadt und Land dazu einladen, sich zu einer Neugestaltung durchzuringen, dennoch sind „die Entwürfe der Studierenden natürlich keineswegs als konkrete Vorschläge zu sehen. Viel eher sollen sie das Potenzial des Platzes zeigen – es könnte der schönste Platz der Stadt werden!“ Dazu Regine Keller: „Wir hoffen mit dem Projekt Anstoß und Ideen für eine Diskussion über die Gestaltung und Nutzung dieses prominenten Ortes geben zu können.“

Neben der Bayerischen Staatsoper unterstützen auch die beiden anderen großen staatlichen Institutionen um den Max-Joseph-Platz das Projekt: die Residenz und das Residenztheater. So konstatiert Martin Kušej, Intendant des Residenztheaters. „Die Umgestaltung des Max-Joseph-Platzes ist überfällig. München rühmt sich mit italienischer Lebensart, hier inmitten der Innenstadt ist davon jedoch nichts spürbar. Zwar ist es uns in den letzten drei Jahren gelungen, das Residenztheater zu einem offenen Ort der Begegnung zu machen, direkt vor unseren Türen wird dies allerdings kaum erfahrbar. Wir wollen unsere Türen weiter öffnen, die Gespräche und Diskussionen auch auf den öffentlichen Raum ausweiten, bei Espresso und Wein zum Verweilen einladen. Dafür muss der Max-Joseph-Platz den Bürgern unserer Stadt, den Flaneuren, den Theaterbesuchern zurückgegeben werden, wir müssen für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen – das ist mir ein ganz besonderes Anliegen.“

Zur Online Petition: www.openpetition.de/petition/o...

Die kommenden Termine für öffentliche Besichtigungen im Königssaal im Nationaltheater (Dauer ca. 3 Stunden, keine Eintrittskarte erforderlich): Sa. 21. / Sa. 28. März sowie Sa. 02. Mai, 11.00 - 14.00 Uhr

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